Diskussion um Kariesprophylaxe und Zahngesundheit unserer Kinder

Expertenrunde spricht sich für die Beibehaltung bewährter Prophylaxeprogramme mit Fluoriden aus

In einem Round Table Gespräch haben sich Vertreter von Krankenkassen, Zahnmedizin und Kinderheilkunde über Maßnahmen zur Karies- und Rachitisprophylaxe bei Kindern beraten. Anlass für das Expertenforum war die anhaltende Verunsicherung von Medizinern und Eltern hinsichtlich der Notwendigkeit von systemischer Fluorid- und Vitamin D-Gabe bei Kindern. Diese war durch Medienberichte über Empfehlungen, systemische durch ausschließlich lokale Fluoridierung zu ersetzen, aufgekommen.

Gerade aber die konsequente Gabe von Fluoridsupplementen hat in den vergangenen Jahrzehnten großen Anteil an dem deutlichen Rückgang von Zahnschäden, die durch Karies verursacht werden. Diesen Erfolg gilt es zu erhalten und auszubauen!

Nach wie vor gibt es einen großen Handlungsbedarf bei Kindern aus sozial schwachen Familien. Einfach

anzuwendende Prophylaxemaßnahmen, wie die Fluoridierung durch Tabletten, können hier das Mittel der Wahl sein. Gerade Kinderärzte weisen zudem auf die Bedeutung der kombinierten Fluorid-AVitamin D-Präparate hin. Rachitis kommt dank konsequenter Präventivprogramme mit Fluorid-/Vitamin D Kombinationspräparaten in Deutschland nur noch selten vor.

Die Experten sprachen sich dagegen aus, die Fluoridierung mit Kombinationspräparaten durch die Anwendung von Zahnpasta bei Säuglingen und Kleinkindern zu ersetzen. Denn diese Art der Fluoridzufuhr erscheint nicht altersgerecht.

Vor diesem Hintergrund wird von den Experten die Beibehaltung der bewährten Prophylaxemaßnahmen, wie sie in der Gemeinsamen Erklärung von DGZMK, DGE und DAKJ 1996 verabschiedet wurde, ausdrücklich empfohlen.